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Map australienweitTipps & Infos zum Autofahren in Australien


Was genau ist die Regenzeit?

Während der Süden Australiens die klassischen Jahreszeiten Frühling, Sommer, Herbst und Winter durchläuft, wird das Klima im Norden des Landes ausschließlich von der Trocken- und Regenzeit bestimmt. Letztere wird auch als Wet Season oder Green Season bezeichnet.

In den Monaten November bis März sind besonders die Kimberly Region in Western Australia, das Top End im Northern Territory sowie die Cape York Halbinsel in Queensland bis hinunter nach Cairns von dem Wetterphänomen betroffen. Der November gilt als der heißeste, unerträglichste Monat, der Januar und Februar hingegen als die nassesten Monate der Wet Season.

Hohe Temperaturen, eine bisweilen extrem hohe Luftfeuchtigkeit, Regenfälle sowie tropische Gewitterstürme und Zyklonwarnungen bestimmen nicht nur die Reiseroute sondern auch das Reisetempo. Tosende Wasserfälle sowie eine erfrischte Natur wiederum geben Fahrern zu dieser Zeit völlig einmalige Ansichten von Australien.

 

Was erwartet die Fahrer?

SB Reparatur18-800Dass das Wetter unberechenbar ist, wird in Australien alljährlich aufs Neue bestätigt. Es gibt Jahre, in denen die Niederschläge frühzeitig einsetzen und bis tief hinein in die Regenzeit andauern. Darauf folgen Zeiten, in denen kaum ein Tropfen Wasser den Boden berührt.

Für das Fahren in der Wet Season gibt es sowohl Pro und Contra. Es lässt sich nicht pauschal sagen, auf was sich die Urlauber zu dieser Zeit besser gefasst machen bzw. was sie vor Ort erwartet. Sie können im wahrsten Sinne des Wortes bis zum Hals im Wasser stehen oder in einen chronisch blauen Himmel schauen.

Üblich sind Überschwemmungen; innerhalb kürzester Zeit durch starke Regengüsse verursacht. Davon betroffen sind sowohl kleinere Zufahrtsstraßen als auch die geteerten Highways. Ein Grund dafür sind die zahlreichen "Creeks" (Flussbetten) entlang der Straßen Australiens. Bei heftigen Niederschlägen sammelt sich das Wasser hier rasend schnell. Die Überflutungen reichen von kleineren Pfützen bis hin zu Seelandschaften. Häufig ist es schwer einzuschätzen, wie tief das Wasser ist und wie stark die darunter befindliche Straße bereits beschädigt ist. Oftmals kommt eine starke Strömung hinzu, wenn es sich beim überschwemmten Bereich um einen übergelaufenen Fluss handelt.

Gerade die Offroad-Strecken wie der Savannah Way, die Gibb River Road oder der Old Telegraph Track sind während der Regenzeit häufig unbefahrbar und für alle Fahrzeuge gesperrt. Die unbefestigten Straßen verwandeln sich in Schlammpisten, plätschernde Bäche werden zu reißenden Flüssen.

Infolge heftiger Windböen und nahender Zyklone stellen herum wirbelnde Äste und Trümmerteile eine weitere Gefahr entlang der Strecke dar. Ein Auto bzw. Camper ist kein geeigneter Zufluchtsort bei einer Sturmwarnung, vor allem dann nicht, wenn man sich auf offenem Gelände befindet.

AF Flooding-15-800Neben unpassierbarer Straßen ist es auch die Infrastruktur als solche, die das Fahrvergnügen im Norden der Regenzeit drosselt. Campingplätze oder Rest Areas sind mitunter nicht erreichbar oder ebenfalls überschwemmt. Einige Betriebe schließen daher von Vornherein für mehrere Monate oder die ganze Saison. Die Suche nach einer passenden Unterkunft kann sich schwieriger als zur Trockenzeit gestalten.

Hat man einen passenden Stellplatz gefunden, steht nachts die nächste Herausforderung bevor. Während der Regenzeit kühlt es in der Nacht kaum ab, die Schwüle hält sich hartnäckig. Nur große Wohnmobile bzw. Motorhomes verfügen über eine Klimaanlage in der Innenkabine, die über eine externe Stromzufuhr betrieben wird. Kleine Camper, wie die beliebten Hochdachmodelle, haben lediglich eine Klimaanlage in der Fahrerkabine. Diese lässt sich jedoch nur bei laufendem Motor nutzen und bietet demnach keine Abkühlung während des Schlafs.

Tierische Australier sind schließlich ein weiteres Ärgernis: Moskitos und Sandfliegen haben zur Wet Season Hochsaison. Auf diese juckende Erfahrung kann man gut und gerne verzichten.

 

Was empfehlen wir den Fahrern?

SB Flooding-6-800Ist es nun ratsam, zwischen den Monaten November und März den äußersten Norden Australiens mit dem eigenen Fahrzeug zu bereisen? Eine Antwort darauf bleibt dieser Artikel bewusst schuldig.

Jeder sollte zunächst abwägen, ob andere Reisezeiten unter den genannten Umständen nicht passender für die eigenen Vorstellungen und Vorhaben sind. Wer zur Regenzeit fährt, reist auf eigenes Risiko und begibt sich in die Hände des australischen Wettergottes. Dieser zeigt sich entweder gefällig oder launig.

Reisende, die das Abenteuer wagen, sollten eine Eigenschaft auf dem Beifahrersitz haben: Flexibilität! Allen voran überschwemmte Straßen bringen die Zeitplanung des Trips gehörig ins Schwanken. Selbst wenn das Wasser allmählich zurückweicht, ist die Straße darunter meist so stark beschädigt, dass diese weiterhin geschlossen bleibt, um instand gesetzt zu werden.

Fahrer mit eigenem Auto können die blockierte Weiterfahrt einfach aussitzen. Sie sind an keine Abgabefristen gebunden.

Fahrzeugmieter hingegen sind weniger flexibel. Der Rückgabeort und das Datum stehen bei Einbuchung fest. Wer auf Grund von Überschwemmung das Auto zu spät oder anderswo abgibt als vertraglich vereinbart, hat mit nachträglichen Gebühren zu rechnen. Auf eine Erstattung seitens des Vermieters kann nicht gehofft werden. Das Wetter ist höhere Gewalt.

Um gut durch die Regenzeit zu fahren, hört man am besten regelmäßig Radio, schaut in den Touristeninformationen vorbei oder surft im Internet nach den aktuellen Wetter- und Straßenbedingungen. Ebenso hilfreich ist es, die Einheimischen oder entgegen kommenden Fahrer nach den Verhältnissen zu fragen.

SB Esperance-124-800Ist die Straße geflutet, sind zunächst Wassertiefe und eventuelle Straßenschäden zu kontrollieren. Einfach durchfahren ist eine spannende, aber weniger gute Herangehensweise. Ratsamer ist es, anderen Autos bei der Durchquerung zuzuschauen und daraus zu lernen. Das Risiko, überschwemmte Straßen zu durchqueren, liegt in der Eigenverantwortung der Fahrer. Was sie ihrem Fahrvermögen und Fahrzeug zutrauen, können sie selbst am besten einschätzen. Es gibt genug Einheimische, die sich von "ein wenig Wasser" auf der Straße nicht am Weiterfahren hindern lassen.

Sind Urlauber mit einem Mietwagen unterwegs, sind die vertraglichen Bestimmungen bindend. Sie besagen bei allen uns bekannten Vermietern, dass es den Mietern strikt untersagt ist, Flutwasser zu durchqueren. Kommt es im Zuge der Fahrt durch Wasser zu Mängeln am bzw. im Fahrzeug, sind diese selbst durch die Premium-Versicherung nicht abgedeckt. Besonders das ins Auto eindringende Wasser verursacht große Schäden an der Ausstattung und führt zu langen Ausfalltagen des Wagens. Entstehende Kosten müssen in voller Höhe von den Mietern getragen werden.

 

Fazit

Wer mit dem eigenen Fahrzeug unterwegs ist, begibt sich mit einer Fahrt hinein in die Regenzeit in ein völlig unberechenbares Abenteuer. Mit einer gehörigen Portion Flexibilität, Leichtigkeit und etwas mehr Geld in der Reisekasse, um etwaige Schäden am Fahrzeug zu beheben, erleben Fahrer hier ihr grünes Wunder. Besitzer eines Geländewagens sollten Fahrerfahrung auf unwegsamen Gelände mitbringen.

Reisende, die mit einem Mietfahrzeug zu dieser Zeit unterwegs sein möchten, raten wir eher von diesem Trip ab. Durch feste Abhol- und Abgabezeiten ist das Risiko nicht unerheblich, dass man vertraglich vereinbarte Zeiten und Orte infolge von Überschwemmung und Sturm nicht einhalten kann. Und mit diesem Druck sollte niemand wirklich hinter einem Steuer sitzen. Es hat einen guten Grund, warum von der Wet Season betroffene Niederlassungen einiger Vermieter, wie z.B. in Darwin oder Broome, während der Monate November bis März nur eingeschränkt geöffnet, teils sogar komplett geschlossen sind.

 

© Fotos: Tourism & Events Queensland / Garry Norris; Stefanie Stadon, Annika Schulze
aktualisiert 11/16 TEK
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