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NZ map klMap australienweit Erfahrungsberichte: Autofahren in Australien & Neuseeland


von Daniela Hoekstra
 

DH-auto1Da mein Freund und ich unbedingt einen Geländewagen haben wollten, war es für uns nicht einfach, das passende Auto zu finden. Geländewagen sind in und um Perth sehr beliebt und daher auch sehr teuer und wenn man nicht so viel Geld ausgeben möchte, ist es unheimlich schwer, etwas Vernünftiges zu finden.

Wir haben drei Wochen lang gesucht und wollten schon aufgeben, als wir endlich unser Traumauto, einen Toyota Landcruiser 1985, gefunden haben. Das Auto gehörte einem belgischen Geschäftsmann, der vier Jahre in Australien gelebt hat und mit der Zeit so ziemlich alles erneuert hat, einschließlich der Reifen. Das Auto war in supergutem Zustand und somit ready für unser großes Abenteuer.

Als erstes haben wir die Sitze rausgeholt und uns von den netten, hilfsbereiten Mitarbeitern von “Bunnings Warehouse” ein Doppelbett einbauen lassen. Das Ganze hat eine halbe Stunde gedauert und wir haben 70 Dollar für das Holz bezahlt! 
Anschließend haben wir noch eine superbequeme Matratze bei “Clark Rubber” für 150 Dollar gekauft (gibt es auch billiger) und fertig war das Bett. 
Noch günstigen Stoff (bei “Spotlight”) für die Vorhänge gekauft, Campingausrüstung usw. und los ging es auf die große Reise.

Ich persönlich kann ein Auto, vor allem mit einem eingebauten Bett, nur empfehlen! Anfangs dachten wir, wir würden öfter in ein Backpacker-Hostel absteigen, aber nach fünf Monaten, die wir nun schon unterwegs sind, haben wir noch kein einziges Mal in einem Hostel übernachtet.

DH-auto2Das Bett ist so bequem, wir haben unsere eigenen vier (wenn auch kleinen) Wände und zahlen auf dem Campground für uns beide nur zwischen 15 und 19 AU$. Im Hostel kostet allein das Bett im Schlafsaal pro Person zwischen 25 und 30 AU$ oder sogar mehr.

Da wir uns das Buch "Camps Australia Wide" gekauft haben und speziell für WA noch "Free Camping" (blaues und rotes Buch - kann ich sehr empfehlen), übernachten wir fast immer kostenlos an fast immer wunderschönen Plätzen in der Natur. Die besten Spots findet man allerdings durch Fragen an die Einheimischen und durch Zufall oder Glück wenn man vorbeifährt abseits der BEATEN TRACKS!!!!
 

Fazit

autokaufWenn einem das Campen in der Natur gefällt (wir haben traumhaft schöne Flecken gefunden, aber vor allem die 4Wheel Drive Strecken sind meistens atemberaubend schön! Einsame Plätzchen mit Lagerfeuer ..... einfach super! Wenn man ein Pärchen ist oder mind. zu zweit unterwegs ist und Geld bei den Übernachtungen sparen möchte, dann ist ein Auto mit Bett genau das Richtige!

Wir haben bisher schon so viel Spaß mit unserem "Rusty" (so heißt unser Auto) gehabt, dass wir jetzt schon traurig sind, ihn im September verkaufen zu müssen!

Die Frage, ob man ein Auto kaufen sollte oder nicht, stellt sich für uns nach fünf Monaten Reisen überhaupt nicht mehr! Die Freiheit zu entscheiden, wann und wohin wir fahren und wie lange wir an einem Ort bleiben, genießen wir dafür zu sehr. Bei der Jobsuche ist ein Auto teilweise sehr wertvoll und unsere erste Sorge, nicht genug Kontakt zu haben, war unberechtigt. Wir haben schon so viele Leute, vor allem Australier, aber auch viele Backpacker kennengelernt, Abende mit Quatschen am Feuer verbracht und zwei neue irische Freunde gewonnen, mit denen wir uns immer wieder unterwegs treffen!

Wir wünschen euch viel Glück und Spaß bei der Autosuche in Australia!!!

Dieser Bericht bezieht sich auf Western Australia, basiert auf unsere Erfahrungen und spiegelt unsere persönliche Meinung wider!
© Fotos: Daniela Hoekstra
aktualisiert 11/16 RG

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