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NZ map klMap australienweit Reisebine testet Camper in Australien & Neuseeland


von Sebastian Hopf
 

Der erste Eindruck

Mein Kuga war ein echt treuer Begleiter. Sauber geputzt, von innen und außen, stand er am Tag der Abholung für mich in Cairns bereit. Nachdem der Papierkram erledigt war, kam der Moment der ersten Begegnung. Es war eine Freundschaft auf den ersten Blick. Das kompakte Fahrzeug macht zwar, vor allem durch das Hochdach, im ersten Moment einen recht großen Eindruck, fuhr sich aber jederzeit wie ein PKW.

Für mich besonders angenehm war die erhöhte Sitzposition, die man in so einem VW-Bus-ähnlichem Fahrzeug hat. Alle Bedienelemente sind vergleichbar wie in einem PKW angebracht, nur für einen Kontinental-Europäer eben auf der falschen Seite. Mit der linken Hand eine Gangschaltung zu bedienen, die im Armaturenbrett integriert ist, braucht etwas Übung und Gewohnheit.

Der mittlere Sitz wurde bei meiner Fahrt nicht benötigt. So ergibt sich eine praktische Ablage für Kartenmaterial, Getränkedosen im Halter oder den allzeit griffbereiten Fotoapparat.
Ist man zu dritt unterwegs, sitzt einer der Mitfahrer auf diesem “Notsitz”. Für kleinere Menschen vermutlich ein nicht so großes Problem. Bei Personen über 1,70m kann es jedoch auf Dauer anstrengend werden, die Beine durchweg anzuziehen. Auch wenn es möglich ist, so zu Reisen, und für eine gewisse Zeit machbar erscheint, sollten fairerweise auf Dauer zwischen allen Mitfahrern die Sitzplätze gewechselt werden.

 

Einrichten im Camper

Die erste Fahrt führt mich immer zunächst zu einem Supermarkt, um Kühlschrank und Regale mit Lebensmittel und nützlichem Zubehör für eine Campingtour aufzufüllen. Der fast 60 Liter große Kühlschrank bietet dabei für 2 Personen reichlich Platz, um den täglichen Bedarf - und etwas darüber hinaus - gekühlt unterzubringen. Bei 3 Personen dürfte es etwas knapp werden mit dem Platz, bzw. muss für hungrige Mäuler halt täglich nachgekauft werden.
Anderer Vorrat kann in den kleinen Schränken und Schubläden untergebracht werden. Hier lagert zwar teilweise schon Zubehör der Basisausstattung wie Besteck, Teller, Tassen und Töpfe; es bleibt aber ausreichend Platz, um Nudeln, Dosen, Brot und anderen Vorrat unterzubringen.

Das Gepäck verstaut sich entweder unter den Sitzbänken (schmale, weiche Taschen vorausgesetzt) oder es findet zunächst im Innenraum Platz.

 

Das Fahrgefühl

Auf der Straße fährt sich der KUGA, wie schon erwähnt, sehr PKW-ähnlich. Dennoch sollte man sehr scharfe Kurven nicht mit Höchstgeschwindigkeit durchfahren und hektische Lenkbewegungen vermeiden. Der Schwerpunkt liegt bei einem solchen Fahrzeug einfach ein kleines Stückchen höher als bei einem flacheren PKW.
Das Fahren bei sehr starkem Wind kann manchmal etwas erschrecken, wenn der Wagen gefühlt einen kleinen Satz zur Seite macht. Mit einem festen Griff ums Lenkrad und sanftem Gegensteuern sollte dies für einen geübten Autofahrer aber kein Problem darstellen.

Durch den starken 2,7l-Motor ist der Kuga selbst bei voller Beladung auf der Straße ein wendiger und zugstarker Wagen. Natürlich darf nicht vergessen werden, dass sich ein flotter Fahrstil selbstverständlich auch immer auf den Verbrauch auswirkt. Aber es macht natürlich mehr Spaß und sorgt für eine gewisse Sicherheit, wenn ein langsameres Fahrzeug zügig überholt werden kann und man nicht ewig hinter einem voll beladenen Tiertransporter mit strenger Duftfahne hängen muss, nur weil die eigene Motorleistung fehlt.

Ich habe mich mit dem KUGA auf der Straße jedenfalls sehr wohl gefühlt. Die leicht serpentinenartig Strecke von Cairns nach Port Douglas, immer entlang der Küste, machte dabei besonders viel Spaß.

 

Am Abend

Auf dem Campingplatz zeigte sich der KUGA in seiner ganzen Funktionsweise. Beim Zubehör gibt's Stromkabel und Wasserschlauch, um das Fahrzeug an das externe Stromnetz anzuschließen und ggf. den Frischwassertank jederzeit aufzufüllen.

Durch den Anschluss an das Stromnetz konnte ich nun die beiden Steckdosen im Fahrzeug nutzen. Laptop, Mobiltelefon oder Akkus für Kamera oder Video-Geräte sind die Klassiker, die hier angeschlossen werden. Eine sehr praktische Einrichtung, denn sonst bleibt nur, die Geräte dort zu laden, wo sich Steckdosen auf dem Campingplatz-Gelände befinden. Zum Beispiel im Büro oder der Gemeinschaftsküche. Das heißt dann allerdings, entweder während des Ladevorgangs neben den Geräten sitzen zu bleiben oder auf die Ehrlichkeit der anderen Campingplatz-Nutzer zu vertrauen.

Am Abend und in der Nacht bietet der KUGA verschiedene Innenraumleuchten. Ein sinnvolles Ausstattungsmerkmal, wenn das gemütliche Abendessen zu Zweit oder ein paar gesellige Stunden mit Campernachbarn aus wettertechnischen Gründen ins Wageninnere verlegt werden muss. Der 2-Flammen-Gaskocher ist bündig in die Tischplatte integriert. So hatte ich eine fast durchgehende Arbeitsfläche. Unter dieser befinden sich der Kühlschrank und eine Mikrowelle, die bei externer Stromversorgung Speisen und Getränke erwärmt.

Besonders hilfreich: Auf der linken Seite gibt es ein Schränkchen mit 4 Schubladen für optimale Ordnung. Hier ist alles verstaut, was man zum Kochen und dem anschließenden, unumgänglichen Abwasch, braucht.

 

In der Nacht

Als ich den den Wagen zur Nacht umbaute, habe ich bemerkt, dass ein großer Stauraum unter dem Bett entsteht. Optimal für mein Gepäck, das gerade am Abend und nach dem Aufstehen gebraucht wird, um mich mit frischer Wäsche zu versorgen.
Während der Nacht können die Schiebefenster im Hochdach geöffnet bleiben - so weht selbst bei tropischen Verhältnissen immer ein kleines Lüftchen im Fahrzeug. Und damit man während des Schlafes nicht von Mücken verspeist wird, sind diese Fenster mit Moskitonetzen versehen. Ansonsten können natürlich alle Fenster durch Vorhänge gegen neugierige Zuschauer blickdicht gemacht werden.

Im unteren Bett finden 2 Erwachsene genügend Platz für eine angenehme Nachtruhe. Im oberen Bett sollten allerdings nur Menschen nächtigen, deren Körpergröße 160cm nicht überschreitet.
Daher sei hier auch darauf hingewiesen: Auch wenn es sich um einen 3-Personen-Camper handelt, sollte bedacht werden, dass sich dieses Fahrzeug durch das verhältnismäßig kurze Bett (160 cm Länge!) im Hochdach am besten für Eltern plus Kind oder drei Erwachsene anbietet, von denen eine Person ein nicht zu groß gewachsener Mitreisender sein sollte!

Am nächsten Morgen, nachdem mich die Sonne durch die nicht vollständig zugezogenen Vorhänge weckte, war mein Frühstück schnell zubereitet. Bei geöffneter Schiebetür kann am Schubladenschränkchen noch ein kleiner Seitentisch angebracht werden, sodass ich Müsli, Toast und Kaffee ganz entspannt im Freien genießen konnte. Die Campingstühle dafür habe ich bei der Abholung dazu gebucht.

 

Fazit:

Der Kuga ist ein toller Camper für 2 Personen. Für insgesamt 3 Mitreisende kann es jedoch auf Dauer etwas zu eng sein. Bei der maximalen Auslastung sollte zudem der mittlere Sitzplatz vorne in der Fahrerkabine bedacht werden und der recht kleine Schlafplatz im Hochdach. Für 3 großgewachsene Traveller ist der KUGA somit nicht wirklich geeignet.

Ansonsten ist das Fahrzeug ein sehr gut durchdachtes Campingmobil und bietet Reisenden sicherlich eine optimales Gefährt, um den australischen Kontinent zu entdecken.

 

© Fotos: Stefanie Stadon, Sebastian Hopf
aktualisiert 11/16 RG

 

Infos & Reservierungsmöglickeit zum Kuga unter:  BD21298 Budget Camper Australien

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